Zur Person, Erlebnis- und Erfahrungswelten


Geboren 1947; aufgewachsen in einer gut bürgerlichen mitteleuropäischen Familie (Österreich, Deutschland, K.u.K. Österreich) in Vorarlberg und Tirol.

Eine bescheidene aber relativ sicherere materielle Existenz durch den Beruf des Vaters (höherer Beamter im Strafrechtswesen) geben eine positive Grundeinstellung mit einer offenen Zukunftsausrichtung.

In der Zeit bis zur Matura erlernen von praktischen Fähigkeiten im Gartenbau, der Bienenhaltung , als Stationsgehilfe im Krankenhaus, als Pädagoge in einer Jugendbewegung und erlernen von philosophisch/theologischen Denkweisen durch den persönlichen Kontakt zu Univ. Professoren.

Das Leben wird wahrgenommen in einer erlern- und gestaltbaren Umwelt, getragen von der Familienbindung und dem inneren Vertrauensverständnis.

Nach der Matura Mitarbeiter eines Entwicklungsprojektes in Ostafrika in den Bereichen Schulwesen und Landwirtschaft. Das Leben wird ganz fundamental erfahren: gibt es genug Wasser und Essen? Wie kann das für die Zukunft sichergestellt werden? Für mich persönlich eine neue Erfahrung von existentiellen Extremsituationen ohne auf Hilfe von außen hoffen zu können.

Studium der Biologe und Kulturtechnik; Mitarbeiter an Forschungsprojekten in den Bereichen Limnologie, Genetik und naturnaher Wasserbau in Tirol, München und Hannover: Die Umwelt ist erlern,- berechen- und machbar.

Seit 1974 Pädagoge im berufsbildenden mittleren- und höheren Schulwesen für Jugendliche und Erwachsene in Wien (39 Jahre lang).

Aufgrund von pädagogischen Herausforderungen erlernen der Gestaltpädagogik für die Förderung von geistig-seelischen Entwicklungen. Die Einsicht gewinnt an Bedeutung: wir Menschen haben unterschiedliche Voraussetzung für den Wunsch nach eigener Lebensgestaltung. Denn die Angebote des Lebens allein sind noch nicht die Voraussetzung, diese auch als Angebote zu erkennen - ganz abgesehen davon, sie dann auch zu nutzen und in das eigene Leben zu integrieren. Das Leben wird als Kette von Ursachen und Wirkungen wahrgenommen.

Durch die Begleitung junger Erwachsener auch nach der Matura entsteht die Frage nach den Möglichkeiten, eingeschlagene Lebenswege verändern zu können. Läuft das Leben wie auf Schienen ab?

Daher Erlernen der Fähigkeit zur Lebensveränderung durch die Ausbildung zum Psychotherapeuten. Erweiterung des Weltverständnisses durch den systemischen Konstruktivismus, der das Verständnis ermöglicht, anders denkenden, fühlenden und handelnden Menschen die Fähigkeit zu geben, Veränderungen nach ihrem Verständnis selbst ein zu leiten. Dadurch wird das Leben eigenverantwortlich und dem eigenen Bewusstseinszustand entsprechend:

Die Umweltbedingung verliert an Bedeutung, sie ist „nur“ die Gegenwartsituation, in der ich mein selbst verantwortetes Lebensverständnis konkret umsetzen und erleben kann.

Der Wunsch nach grundlegendem Verständnis von Emotionalität lässt mich die Ausbildung zur tiergestützten Therapie an der Vet.Med. Wien einschlagen. Der Hund, ein Kulturgeschöpf von uns Menschen, ist bindungsfähig und spiegelt dadurch unsere Emotionalität wieder. Diese Emotionalität und ihre abgeleitete Gefühlswelt organisiert unsere körperliche Befindlichkeit, unsere Denkorganisation, unsere Handlungsmuster, aber auch unsere Wahrnehmung und Lebensdeutung.

Bewusst eingeleitete Trancezustände schaffen innerer Bilder und seelische Landschaften. Dem Auftrag des Klienten/der Klientin folgend können unbewusste/vorbewusste Entscheidungsvorgänge gestaltet werden. Die Ausbildung zur klinischen Hypnose nach Milton Erickson gibt das fachliche Können und die ethische Einstellung entsprechend dem Psychotherapiegesetz.

Durch den Wunsch nach Bezugssicherheit zum eigenen Körper - seine Signale sind immer emotions-, gefühls- sowie deutungsabhängig - erlernte ich die Arbeitsweise des Biofeedback und einer exemplarischen Anwendung, die der Herzratenvariabilitätsmessung ihrer praktischen Aufbereitung und Umsetzung.

Nun wird das Leben als eine konkrete Darstellung innerer Sinnvorstellungen, Denk- und Handlungsweisen verstanden: in einem konkreten Körper und seinen Befindlichkeiten, in Beziehungskonstellationen und Bindungszuständen innerhalb eines variablen Horizontes. Als Erwachsener kann ich mich immer wieder, ausgehend von der Gegenwart, selbstbestimmt neu weiter entwickeln.